2018 Sri Lanka - 01


 

Nach einer langen Anreise, mit einem mehrstündigen Aufenthalt im Flughafen von Katar bin ich gut, aber etwas müde in Colombo / Sri Lanka angekommen.  Die Einreise mit dem Visum war problemlos, Zollkontrollen gab es nicht. Im Flughafen wechselte ich auch etwas Geld, da hier die Kreditkarten nur von größeren Hotels angenommen werden.

Das Hotel war mit dem Taxi schnell erreicht. Es war ein schönes Haus, eine alte Villa, mit großer überdachter Terrasse, hohen Räumen, großen Zimmern und einen schönen Garten. Ich wurde sehr freundlich von den Damen des Hauses begrüßt, doch mein erster Eindruck vom Zimmer war leider nicht so gut, es war warm und ungelüftet und es roch etwas nach Mottenkugeln. Doch es war alles sehr sauber und nachdem die Klimaanlage lief, war auch die Temperatur in einen angenehmen Bereich. Die Hitze war die ersten Tage für mich ein ziemliche Belastung, bereits am Vormittag waren 30°C am Thermometer, da musste ich mich erst daran gewöhnen. Das Wohnzimmer im Haus war sehr groß und sehr stilvoll mit alten Möbeln eingerichtet. Große Familienbilder mit ernst und würdig aussehenden Personen waren da zu sehen und die Gastgeberin und deren Tochter erzählte von ihrem Elternhaus. Wunderschönes altes Porzellan lag in den Schränken und Vitrinen. Herrlich, in diesem Haus im Kolonialstil mit der schönen Ausstrahlung fühlte ich mich sehr wohl, die Anfangseindruck war wie weggeblasen. Auch der Garten mit den Blumen, den Palmen und anderen mir unbekannten Bäumen war sehr schön. 

Nach einer erfrischenden Dusche machte ich mich auf den Weg die nähere Umgebung zu erkunden. Das Hotel lag nahe des Flughafens in Katunayake, einem Stadtteil von Colombo. Hier gab es keine touristische Sehenswürdigkeit, aber es war ein Stadtteil voller Leben und Originalität. Nach ca. 300 Metern war die Hauptstrasse erreicht, links im Garten ein großer buddhistische Tempel und auf der Strasse war die Hölle los. Unzählige Geschäfte, Verkaufsstände, Lokale und kleine Hütten standen an beiden Seiten der Strasse und boten alles an was man/frau braucht. Obst, Gemüse, Klamotten, Spielzeug, Lebensmittel gab es in großer Auswahl. Dazu die Autos, Mopeds, Fahrräder und die unzähligen 3-rädrigen Tuktuks, die versuchen möglichst schnell voran  zu kommen. Es war laut und chaotisch aber sehr faszinierend. Die Dunkelheit kommt in diesen Breiten sehr schnell und dann erstrahlte alles in bunten Lichtern. Bei einem Restaurant bekam ich ein Chicken-Reis-Curry und ein Bier. Beides hat gut geschmeckt. Am Rückweg habe ich noch ein paar kleine süsse Bananen gekauft, ich wollte so um die 5 Stück, aber für die 100 Rupies (ca. 50 Cent) bekam ich ein ganze Tüte voll, so um die 15 Stück.

Wieder im Hotel, bzw. der Villa habe ich dann den Abend auf der Terrasse ausklingen lassen. Ein mittelgroßer Hund leistete mir Gesellschaft, er ließ sich streicheln und war sehr zutraulich. Kam aber jemand in die Nähe des Gartentores musste er sofort los um sein Revier zu verteidigen. Danach lag er wieder neben mir auf der Terrasse. Das Zimmer war mittlerweile gut herabgekühltt, so dass ich die Klimaanlage ausschalten konnte.

 

2018-03-17 Samstag

Ich schlief länger als sonst, lag das an der langen Anreise oder doch am gestrigen Tiger Black Bier? Alles ist ruhig, die Sonne steht schon hoch, wann geht den hier die Sonne auf?
Auf der Terrasse wurde mir der Hausherr vorgestellt, der gestern nicht da war. Im Garten sind viele Vögel zu hören, ab und zu ratterte ein Tuktuk vorbei, eine richtige Idylle. Es fing an etwas zu regnen, aber nach 10 Minuten war das wieder vorbei.

Das Frühstück war sehr reichhaltig und bestand aus Toast mit Butter, Kaffee und Orangensaft, Spiegeleiern mit Würstchen, Reiskuchen und ein großer Teller mit Obst. Alles hat sehr gut geschmeckt
Ich lies es langsam angehen, bei 30° C schalten sich meine Aktivitäten zurück. Nur ein kurzer Gang in die “Shopping-Straße“. Das Angebot an Früchten und Gemüse war riesig, die gesuchten Batterien und der Stromadapter waren schnell gefunden. Nach langen Aussuchen habe ich mir einen Sarong gekauft, einen Wickelrock für Männer, die hier in Sri Lanka sehr gern getragen werden. Über die richtige Befestigung, den richtigen Knoten, der den Sarong sicher am Bauch halten soll, bin ich noch am rätseln. Ich will ja nicht im Freien stehen. ;-)) Da gibt es sicher einen Trick.

Öfteres Duschen brachte tagsüber die notwendige Erfrischung bei den hohen Temperaturen.

Wein, Bier und andere alkoholische Getränke kann man hier nicht im Supermarkt kaufen, dazu muss man ein „Spezial-Geschäft“ gehen. Das besteht aus einem Verkaufskäfig, ähnlich einer Gefängniszelle und nur durch ein kleines Fenster sind die gewünschten Flaschen zu bekommen. Aber gleich daneben war ein netter Biergarten, wo man die Ware gleich verkosten kann.

Abends saß ich mit meinem neuen Hundefreund auf der Terrasse und genoss ides schöne tropische Nacht. Es fehlt eigentlich nur ein „Schirmchen-Drink, oder so etwas ähnliches. ab und zu sauste ein Gecko auf der Terrasse herum. Was fressen die denn? Eine fette Spinne hatte ich gerade nicht vorrätig, also gab es nichts für den Haus- Gecko. 

 

 

Natürlich gibt es hier auch Sachen, die nicht so schön sind,   z.B. die Seitenstraßen sind in einem sehr schlechten Zustand, die offenen Abwasserkanäle und der viele Müll, meist Plastikmüll, der überall herum liegt oder auf unbebauten Grundstücken oder am Straßenrand verbrannt wird.

Das mit dem Plastikmüll ist/wird noch ein sehr großes Problem, bei uns, aber auch in den Schwellenländern, wo das Einsammeln und Entsorgen noch nicht angekommen ist.

Ich hatte mich gerade wegen der Moskitos eingesprüht, da stand der Hund auf und lief weg. Lag das jetzt am Mückenspray? Da kamen dann doch Zweifel auf. Will er seine Flöhe schützen oder mag er den Geruch nicht. 

 

Bis bald  - Ecki


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