2019 Aida 5


 

 

Nach der kurzen Nacht, bzw, dem sehr langen Tag war heute ausschlafen angesagt. Die Bella war auf dem Weg nach Leknes, eine kleine Hafenstadt auf der Lofoten-Inselgruppe. Wir werden den Hafen morgen früh erreichen, also ein ganzer Tag zum "erholen".

20.07....die Rückreise beginnt...

Ich habe nach langem Schlaf den Tag in der Aida-Longue verbracht und an meinem Bordbuch geschrieben. Der Sonnenschein und der blaue Himmel begleitete uns den halben Tag, doch dann, ganz plötzlich kam Nebel auf. Richtig dichter Nebel hüllte das Schiff ein, die Sicht lag bei weniger als 100 Metern. Gut, dass der Kapitän eine Radaranlage hatte, die uns gut und sicher zum nächsten Hafen steuerte.

Abends gab es im Theatrion die beliebte Show "Wer wird Millionär?" mit dem Unterhaltungschef Andreas Schmidt anstelle von Günther Jauch. Die Kandidaten aus dem Publikum waren gut, aber nicht gut genug für die Million Aidapunkte bzw. dem üppigen Reisegutschein. Ein lustiger Abend. 

Zum Essen und den Restaurants will ich doch noch etwas berichten. Die Aidabella hat 3 große Restaurants mit Selbstbedienung, eine Almhütte mit bayrisch-rustikalen Speisen und eine Pizzeria. Mit dem Rossini, dem Buffalo-Steakhouse und der Sushibar stehen noch A-la-carte-Restaurants (mit Aufpreis) zur Verfügung. Also, die Auswahl ist groß und Plätze gab es immer und überall. Es ist aber auch klar, daß zumindest in den SB-Restaurants das Angebot und die Präsentation auf diese große Gästeanzahl (2200) eingerichtet ist.

Ich fand das Angebot deutlich umfangreicher und optisch schöner präsentiert als auf der Aidamar und war mit dem Essen an Bord mehr als zufrieden. Das die Speisen manchmal nur lauwarm waren, hat mich anfangs geärgert, dann habe ich mich daran gewöhnt. ;-)) Hier sieht man einen Ausschnitt des Früstückangebotes:

21.07. Leknes auf den Lofoten

Frühmorgens machten wir in den kleinen Hafen von Leknes fest. Nein, nicht im Hafen, die Bella lag hier nicht am Pier, sondern auf Reede, sie ankerte in der Bucht, ca. 3 km vom Hafen entfernt. Es werden uns also Tenderboote in den Hafen an Land bringen. Diese Aktion bedarf einer guten Organisation. Zuerst wurden die Boote zu Wasser gelassen und die notwendigen Guides und Ausrüstung an Land gebracht. Dann durften die Gäste einsteigen, natürlich mit guter Betreung und Hilfestellung. In so einem Boot können bis über 100 Personen Platz finden, aber für dieses "Tendern" hatten wir im Boot etwas mehr Platz. Es dauerte schon einige Zeit bis alle Gäste an Land waren. Ich fuhr eine weitere Runde mit, um ein paar Bilder von der Aida zu machen. Die Mannschaft und der Steuermann waren sehr nett und wir kamen ins Gespräch. "Siegfried", der Steuermann erzählte von seiner Arbeit und seiner Familie auf den Phillipinen.

 

 

Hello Siegfried, 

 

How are you? Do you remember to me?

Thanks for the nice and interesting talking with you. I enjoyed the trip on your boat, my best greetings for you and your crew.

 

Many greetings -  Ecki

Ich hatte schon vorab eine 3 stündige Busrundreise gebucht, da diese aber erst gegen Mittag startete, hatte ich noch etwas Zeit. In den Ort zu gehen hatte ich keine Lust, Sonntags ist da sicher nicht viel los.

Direkt am Hafen gab es einen kleinen Souvenirshop, der gleich belagert wurde. Natürlich gab es Trolle in allen Größen und vieles andere mehr. Am Hafen gab es auch Reiseveranstalter die kleine Rundreisen in die nähere Umgebung anboten und versprachen wieder pünktlich hier am Schiff zu sein. Schade, ich hatte schon einen Ausflug am Schiff gebucht.

Ich ging zu einen kleinen Hügel in der Nähe, der sicher eine gute Aussicht auf diese Bucht versprach. Diese Idee hatten viele Andere auch und am Gipfel herrschte lebendiges Treiben für das best "Bild".

Unterhalb lagen einige kleine sandige Buchten, eingerahmt von Klippen, teilweise von Seetang überwachsen. Der Hang zwischen Gipfel und Bucht war dicht bewachsen von niederen Gestrüpp und Blumen, die ich aber nicht kannte.

Ein schöner Platz, ich setzte mich nieder und beobachte die Menschen, die am Strand nach Muscheln und Steinen suchten.

Das Wetter war anfangs noch sonnig, dann zog es aber zu und es begann sogar etwas zu regnen. Da es hier am Pier keine Unterstellmöglichkeiten gab war der Souvenierladen wieder gut besucht. Regenhüte und Schirme sorgten für ein gutes Geschäft.

Pünktlich stand der Bus bereit und eine nette Reisebegleiterin erzählte uns viel von den Lofoten, von der Geschichte und Kultur, vom Fischfang und dem Ölreichtum, sowie von ihrem Leben hier in Norwegen. Leider war das Wetter nicht so gut wie in den letzten Tagen, die fehlende Sonne trübte die Aussicht auf diese grandiose Bergwelt.

Wir besuchten eine alte Schmiede und ein kleines Museum mit alten Maschinen, Werkzeugen und alten Hausrat. Weiter ging die schöne Fahrt entlang am Ufer von Fjorden oder Seen und immer den Ausblick auf die hohen Berge oder kleine Fischerdörfer mit den typischen dunkelroten Holzhäusern. Da Bilder aus dem Bus heraus nicht gut sind habe ich ganz darauf verzichtet, aber schöne Motive gab es genug. In einem sehr malerischen Ort hatten wir etwas Zeit um umherzugehen. Leider viel zu kurz. Das nächste Ziel war eine alte Kirche mit einem schönen Altar und Kanzel.

Damit war diese Rundfahrt auch schon zu Ende.

Schade, ich hätte mir einige Foto-Stops gewünscht um die landschaftlichen Schönheiten einzufangen, aber das ist bei 50 Gästen im Bus wohl nicht möglich. Schade, dass keine Fotosafaries in kleineren Gruppen angeboten wurden.

Mit den Tenderbooten ging es wieder zurück auf die Bella.


 

Das Abendprogramm war wieder vielfältig, ich habe aber ausser einem kurzen Blick auf die ABBA-Show nichts davon mitbekommen.
Mit den Bildern sichern und vorsortieren war ich gut beschaeftigt.
Noch ein leckerer Drink, dann liess ich mich von der Bella in den Schlaf wiegen.

 

Bis bald  -  Ecki