2018 Portugal - 4



 

Nach einigen Umwegen über Oriente, Aljezur und  Cascais erreichte ich nun das Zentrum von Lissabon. Eine kleine, aber feine Wohnung im Stadtteil Chiado, nahe dem Aussichtspunkt St. Catarina war für eine Woche meine neues Zuhause. Der freundliche und hilfsbereite Wohnungsbesitzer "Rui" sorgte mit "Natas und Portwein" für einen herzlichen Empfang. Hier gab es jede Menge von großen und kleinen Läden, Restaurants und Kneipen, schönen Plätzen und einer tollen Atmosphäre.  

 

Lissabon ist die Hauptstadt, die größte Stadt Portugals und liegt an der Flussmündung des Tejo im äußersten Südwesten Europas. Lissabon ist voll von historischen Baudenkmälern, eine Stadt der Geschichte und mit vielen Geschichten. Phönizier, Griechen, Römer und Araber haben hier gelebt und Spuren hinterlassen. Die große Zeit der Entdeckungen (u.a. Vasco da Gama) führte zum Welthandel und  zur Weltmacht mit allen Vor-und Nachteilen.

Aber darüber will ich nicht viel erzählen, das kann man/frau bei Wikipedia nachlesen, ich lade zuerst zu einem Stadtrundgang in der Umgebung meiner kleinen Wohnung ein. Lissabon liegt auf sieben Hügeln und die Straßen sind oft steil und eng, man sollte gut zu Fuß sein...

Lissabons Unterstadt "Baixa" ist mit seinen breiten, schachbrettartigen Straßen, den weiten Plätzen und den großen Häusern das lebhafte Geschäftszentrum von Lissabon. Originelle Straßentheater, begabte Straßenmusiker und aufdringliche "Händler der Glückseligkeit" boten ihre Kunst oder Tütchen den vielen Touristen an. Lissabon war sehr gut besucht, viele aus den Reiseführern bekannte Orte waren überlaufen und Warteschlangen waren zu sehen. Aber das Angebot an Sehenswürdigkeiten ist in Lissabon sehr groß und man fand auch noch ruhige Plätze zum Entspannen.


Die alten historischen Straßenbahnen "Electricos", die quer durch Lissabon rumpeln und rattern, sind bei vielen Touristen sehr beliebt, entsprechen bequem ist die Fahrt. Der Vergleich mit einer Sardinendose ist aber etwas übertrieben. Besonders schön kann man sich mit der Linie 28 durch die steilen und engen Gassen von Lissabon schaukeln lassen.

Eine ähnliche Erfahrung kann man auch bei den Standseilbahnen und den historischen Aufzügen machen, die als alte Verkehrsmittel immer noch sehr beliebt sind. 

Der alte Aufzug "Elevator do Carmo" ist ein sehr ungewöhnliches Verkehrsmittel. Er verbindet die Stadtteile Baixa mit Chiado und ist mit 32 m Höhe ein sehr markantes Bauwerk. Ein Aussichsplatform bietet wunderbare Ausblicke auf die untere Altstadt, auf das gegenüberliegende Castelo de Sao Jorge und den Stadtteil Alfama. 

Ob in den Markthallen oder in den kleinen traditionellen Restaurants, überall ist das Essen und Trinken ein besonderes Vergnügen. Gegrillte Sardinen, Fischeintopf, Geflügelteile und Fleischspieße a la Churrascaria, danach eine Auswahl der vielen süßen kleinen Kuchen, dazu ein "Bica".  Was will man mehr? Wer kann bei "Nonnenküssen", "Himmelsspeck" oder "Nonnenbauch" schon widerstehen? ;-) Noch dazu sind die Preise in den Restaurants im Vergleich mit anderen europäischen Großstädten moderat.

Ein berühmtes Cafehaus, das "Café a Brasileira" ist eines der ältesten Cafés von Lissabon. Über 100 Jahre alt und im Art Deco-Stil gebaut gilt es als Geburtsort der Bica, der typisch portugiesischen Variante des Espressos. Hierhin kamen Schriftsteller und andere Künstler um Gedanken auszutauschen und Inspiration zu bekommen. Fernando Pessoa sitzt immer noch draußen auf der Terrasse, jederzeit bereit sich fotografieren zu lassen.

 

 

Nach diesem Spaziergang brauchen wir eine Pause, am besten beim Sonnenuntergang, mit einem kühlen Getränk  und einem Blick auf die Hängebrücke.

Hier auf dieser schönen Terrasse habe ich diese Zeit sehr genossen.

 

Bis bald  -  Ecki