2019 Aidabella 7


 

24.07. Geiranger

Um 3 Uhr war die Nacht vorbei, ich wollte dabei sein wenn die Bella in die Welt der Fjorde einfährt, wir werden den bekannten Geiranger (Fjord) besuchen, der ca. 120km vom offenen Meer entfernt liegt. Die Sonne geht über den Bergen auf und taucht das Wasser des Fjord in ein goldenes Licht. An hohen, steilen Bergen vorbei geht die langsame Fahrt. 

Eine Unzahl von hohen Wasserfällen stürzten von den Felsen herab. Im Zickzackkurs erreichten wir das Ende des Fjords und damit den kleinen Ort Geiranger. Es leben hier nur ein paar hundert Menschen, aber der Ort ist voller Besucher aus Nah und Fern. Eine Besonderheit hier im Hafen sind die beweglichen und ferngesteuerten Pierbrücken, die am Schiff festmachen und nicht wie üblich das Schiff am Pier. 

Ich hatte eine Busfahrt zu den imposanten Ausichtspunkten "Dalsnibba und Adlerkehren" hoch über Geiranger gebucht und bei herrlichen Wetter fuhren wir die steile und schmale Straße bergauf. An mehreren Stellen wurde die enge Strasse direkt an 100m hohen Abgründen gebaut, also nichts für schwache Nerven. Es musste sehr vorsichtig gefahren und manchmal auch rangiert werden, da einige Wohnmobilfahrer mit den engen Straßen und Spitzkehren (gelbe Nummernschilder !!!) überfordert waren.Die Aussicht an dem 1500m hohen Aussichtpunkt war grandios. Es ist diese Vogelperspektive und der Blick durch den Boden des Skywalk, der die einen den Atem nimmt. Der Fjord und die Bella liegen tief unten und die Berge hier im Greianger sind sehr beeindruckend. Auf den Gipfeln gibt es noch viele Schneereste, auch ein Gletscher leuchtet mit schönen türkisblau. Die Gegend hier ist scheinbar leer und einsam, es gab aber noch einzelne Bergbauernhöfe die bewirtschaftet wurden. Es sind es Ziegenbauern, die Ziegen züchten und auch die Milch verwerten. Andere Tiere könnten dieses steile Gelände nicht beweiden. In früheren Zeiten mußten die kleinen Kinder angebunden werden, damit sie nicht abstürzen, erzählte unser Guide. Er erzählte viel über alte und neue Zeiten, über die frühere Not und den jetzigen (Öl)-Reichtum.

Wir fuhren diese aufregende Strasse wieder bergab, um kurz nach dem Ort Geiranger wieder in die Höhe hinauf zu fahren. "Adlerkehren" heißt die letzte große Spitzkehre, die einen weiteren großartigen Ausblick auf den Fjord , die Wasserfälle und die umgebenden Berge bietet.

Beide Strassen sind relativ neu, vor einigen Jahren war die Strasse noch schmaler, bzw. nur ein Saumpfad. Der Ort konnte damals nur mit dem Boot erreicht werden. Das ist jetzt alles anders und unzählige Autos, Wohnmobile, Motorräder und auch Fahrräder sind hier an dem bekannten Touristenort unterwegs.

Am frühen Nachmittag waren ich wieder im Schiff und macht gleich auf dem Sonnendeck meine täglichen Foto- und Schreibarbeiten. Jetzt bin ich damit auf aktuellen Stand. Gegen 17 Uhr legte die Bella bei hochsommerlichen Temperaturen ab und es begann eine sehr schöne Fahrt durch den Geiranger. Der blaue Himmel, das grüne Wasser und die silbernen Wasserfälle sahen einfach toll aus.  

 

 

 

 

Also das Wetter meint es wirklich sehr gut, heute gab es Temperaturen von 25 Grad und Sonne satt, das gibt es hier in Norwegen nicht oft, sagte der Guide.
Wir fahren in die Nacht hinein, morgen werde ich in Bergen aufwachen und dort einen ausgiebigen Stadtspaziergang machen.

 

 

 

Bis bald  -  Ecki