2018 Portugal - 1



 

Portugal stand schon lange auf meiner Reise-Wunschliste. Als mich mein Sohn für die erste Oktober-woche in ein Ferienhaus nahe Aljezur an der Atlantik-küste einlud, war meine Freude natürlich sehr groß. Eine Woche mit meinen Enkelkindern in einem großen und sehr schönen Ferienhaus und nahe an breiten Sandstränden war das erste Ziel meiner Portugalreise. 

Der Bahnhof Oriente war vom Flughafen Lissabon schnell erreicht. In den 3 Stunden Wartezeit bis zur Abfahrt des Zuges in Richtung Algarve habe ich mir die nähere Umgebung angesehen. "Parcque das Nacoes" ist ein sehr moderner und interessanter Stadtteil, der anläßlich der Weltausstellung von 1984 entstanden ist. Große Parkanlagen, mehrere Messehallen, ein weitläufiges Einkaufszentrum, unzählige Restaurants, spannende Museen und das Oceanario, das größte Aquarium Europas sind hier am Ufer des Tejo angesiedelt.

Aber dafür hatte ich jetzt leider keine Zeit, ein kurzer Rundgang und ein leckerer Espresso mit kleinen süssen Kuchenstückchen verkürzte die Wartezeit. Pünktlich fuhr der Zug ab und pünktlich kam der Zug an dem kleinen Bahnhof an, wo mich meine Sohn und Familie schon erwarteten. Über eine kurvenreiche Straße erreichten wir die alte Stadt Aljezur und kurz darauf das schöne Ferienhaus. Das Ferienhaus lag auf einer Anhöhe zwischen breiten sandigen Buchten, die mit dem Auto aber schnell erreichbar waren. 

Nach schönen Tagen am Strand, die wir hauptsächlich mit "Sandburgen bauen" verbrachten, machten wir einen Tagesausflug nach Lagos. 

Lagos ist eine sehr alte und bedeutende Stadt im Südwesten von Portugal. Schon die Römer siedelten hier und legten einen Hafen an. Ab dem 7. Jahrhundert kamen aus Nordafrika Araber und Berber. Sie eroberten nicht nur, sondern brachten auch ihre Kultur mit. Terrassenfelder, Bewässerungssysteme, neue Kulturpflanzen, aber auch die bemalten Fliesen (Azulejos) und die vielen Süßigkeiten sind nordafrikanischen Ursprungs. Um dem 10. Jahrhundert begann die Rückeroberung und Portugal wurde ein Königreich.

Heinrich der Seefahrer war Initiator, Schirmherr und Auftraggeber der portugiesischen Entdeckungsreisen in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Diese  Entdeckungsfahrten entlang der westafrikanischen Küste begründeten die portugiesische See- und Kolonialmacht. Hier liefen die Karavellen der ersten Entdecker ein und aus, hier löschte man wertvolle Ladungen mit Gewürzen, Gold, Elfenbein und auch Sklaven. 

Die heutige Goldgrube ist der Tourismus, der mit den breiten Stränden, dem stimmungsvollen Stadtkern und einer abwechslungsreichen Umgebung für alle touristischen Ansprüche etwas bietet.

Nach einer guten Stunde erreichten wir die Stadt, ein Parkplatz war schnell gefunden und wir gingen an vielen Händlerbuden vorbei zu Altstadt. In den schmalen Gassen und an kleinen Plätzen gab es ein großes Angebot an Lokalen und originellen Geschäften. Hier in diesem Gassenlabyrinth findet man leicht einen schönen Platz zum entspannen, zum Essen oder Trinken oder einfach nur zum "süßen Nichtstun". 

Aber auch in der Nähe des Ferienhauses gab es einiges zu sehen. Die steilen Klippen, die sich den Atlantikwellen entgegen stellen und einige kleine Dörfer mit Fischerhäfen, die sich in kleine Buchten schmiegen sind sehr sehenswert. An einem der schönen Aussichtspunkte haben wir die sehr gute portugiesische Küche genießen können. Fisch in allen Varianten wurde angeboten und wir haben es uns sehr schmecken lassen.

Aljezur, die kleine Stadt in der Nähe hat arabische Wurzeln, die maurische Burg und der alte Flußhafen stammen aus dieser Zeit, ansonsten liegt Aljezur wunderschön zwischen grünen Hügeln gelegen noch im touristischen Dornröschenschlaf. 

 

Die Woche mit der Familie ging leider viel zu schnell vorbei, sie mußte wieder zurück nach Deutschland und brachte mich noch bis nach Lissabon, meinem nächsten Reiseziel.

Ich bitte um Verständnis, das ich hier keine Bilder meiner Familie veröffentliche.

   

          Bis bald - Ecki