2019 Aidabella 3


 

 

 

Ja, die Strecke zum Nordkap war lang, das Schiff fuhr über drei Tage bis zum nördlichsten Punkt Norwegens. 3 Seetage, 3 Tage zum Entspannen und faulenzen.

 

 

 

 

18.07. ...noch ein Seetag

Aber langweilig wurde es an den Seetagen nicht. Jeden Tag gab es ein umfangreiches Bordprogramm, wobei für jeden was dabei war. Ich habe die interessanten und gut gestalteten Reisevorträge von unserem Bordlektor H. Hahn besucht, der über die Wikinger, das Nordkap, die Samen und anderes mehr, sehr gut informierte und uns auf die nächsten Ausflüge vorbereitete.

Man konnte sich natürlich auch im sportlichen Bereich betätigen, Trainer und Geräte waren reichlich vorhanden. Oder verschiedenste Schiffsführungen erleben, Bingo oder Shuffleboard spielen, sich im Wellnessbereich verwöhnen lassen, im Casino das Glück herausfordern, das Tanzbein schwingen oder das Buch lesen, das man schon immer anfangen wollte. Es gab viel zu tun, mußte man aber nicht.

Heute verbrachte ich viel Zeit in der Aida-Longue, ein ruhiger Bereich in der Schiffsspitze, wo man aus bequemen Sesseln auf das Meer voraus schauen kann. Ich habe hier meine Bilder sortiert und teilweise bearbeitet, mein Bordbuch aktualisiert, etwas Musik und Hörbücher gelauscht, vielleicht auch ein Nickerchen gemacht.

Ein Drink, ein Kaffee und ein Bordrundgang gehören noch zu diesen schönen Tagesprogramm.

Heute wurde der nördliche Polarkreis überquert, d. h. die Sonne geht hier im Sommer nicht richtig unter, sie berührt den Horizont und steigt dann wieder empor. Deshalb gab es auch am Nachmittag am Pool eine grosse Neptuntaufe. Neptun und seine Nixen kamen und begannen mit der lustigen Zeremonie, ecklige Sachen mußten gegessen und getrunken werden, ein Hummer sollte geküsst werden, dann wurde man getauft und in den Kreis der Nordlandfahrer aufgenommen.

Ich habe dieses Spektakel nur von weitem gesehen, zu viele Gäste standen für diese Taufe bereit, da Geduld nicht zu meinen Stärken zählt, wollte ich mir das nicht antun.

Abends wurde es noch lebhafter und lauter. Eine Schlagershow und anschließende Schlagerparty waren angekündigt, also das kann man sich mal ansehen.

Zum Abendessen gab es verschiedene Vorspeisen, etwas Käse und Früchte zum Abschluss. Das genügt. Die Büffets in den Restaurants sind üppig mit den verschiedensten Speisen bestückt, aber manchmal habe ich keinen richtigen Hunger, nur etwas kleines Leckeres zum geniessen.

Das Theatrion war für die Schlagershow gut besucht und ein Feuerwerk von bekannten Schlagern wurde von den Sängern und Tänzern abgebrannt. Das Publikum wurde auch mit in die Show einbezogen, bis alle klatschten und mitsangen.

Ich konnte nicht bis zur großen Polonaise bleiben, da eine Whisky-Verkostung in der Pierbar auf mich wartete. Gestern Gin, heute Whisky, man kann immer noch etwas dazu lernen.

Der Barkeeper informierte über die Herstellung, die Reife in alten Holzfässern und den verschiedensten Einflüssen bei der jahrelangen Reife und dem späteren Geniessen. Wir konnten 6 verschieden Sorten probieren, wobei schnell ein Favorit gefunden war.

Es war Mitternacht und die Sonne war am Horizont zu sehen. Ein grossartiges Erlebnis! Ich war nicht müde, im Gegenteil, richtig aufgedreht. Also noch ein kurzer Besuch in der Anytime-Bar, wo die Schlagerparty stattfand.

Laute Musik und ausgelassene Partypeople waren am tanzen und feiern. Überall an Bord waren noch Gäste unterwegs, die von der Mitternachtssonne ganz begeistert waren. Ich auch.

 

 

 

 

Irgendwann bin ich dann doch ins Bett gekrochen, denn die nächsten Nächte werden sicher auch kurz ausfallen.

 

Bis bald  -  Ecki