2023 meine Koreareise 3


 

 

 

Seoul ist bei jedem Besuch eine spannende Großstadt, es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Bei diesem Besuch wollte ich aber nochmals die Orte sehen, die mich vor 23 Jahren so fasziniert haben. Das ehemalige Rathaus (City Hall) und der Platz davor (Seoul Plaza), der Deoksugung-Palace mit den alten Tempeln, den Palästen und der täglichen Wachablösung, das Koreana-Hotel an der 10-spurigen Straße, das riesige Lotte-Kaufhaus, die Insa-dong Street mit den vielen kleinen Geschäften und Restaurants, das große historische Südtor am großen Namdaemun Markt und der Jongno Tower mit seiner beeindruckenden Raumschiff-Architektur. Das habe ich alles gesucht und gefunden, einiges hat sich aber stark verändert.

 

Kommt mit und begleitet mich bei der Wanderung durch Seoul Downtown.

Es wurde/wird in Seoul sehr viel gebaut, der Jongno Tower mit seiner futuristischen Architektur war vor  20 Jahren noch freistehend, nur von vielen kleinen Gebäuden umgeben. Jetzt ist er von Hochhäusern eingekreist und an den nächsten neuen Türmen daneben wird derzeit schon gebaut. Im Jongno Tower befand sich in der 33. Etage über viele Jahre ein gutes Restaurant und mit einer fantastischen Aussicht auf Seoul, das wurde geschlossen und diese Flächen werden nun als "Wework office" (Gruppenarbeitsräume) genutzt. Leider ist der Besuch nicht erlaubt, aber ich war drin... ;-)

Ganze Stadtteile mit Straßenmärkten und kleinen Lokalen verschwanden. Die alten historischen Parks und Gebäude werden gut gepflegt und sind von den Neubauten eingerahmt. 

Ich war hin-und hergerissen von den Gebäuden, die nun im Zentrum von Seoul stehen. Einerseits eine großartige und fantastische Architektur, aber leben wollte ich in dieser Stadt nicht. Es wirkt etwas steril und abweisend. Schade, denn auch die Parks, Grünflächen und selbst der künstliche angelegte Cheonggy-Fluß konnte meinen Eindruck nicht verbessern.

Selbst in der Insa-dong Street, die für gute Lokale, schöne Handwerkskunst und Kunstgalerien bekannt war, gibt es nun mehrstöckige Souvenir-Warenhäuser. Aber man kann aber noch die kleinen Läden mit schönen Kunstgewerbe und handgeschöpften Papier finden, man muß nur etwas suchen.

Ein echter Ruhepol und ein Schmuckstück war der buddhistische Yogyesa Tempel, er ist seit 1936 der Haupttempel der dem Zen-Buddhismus zugehörigen Jogye-Schule in Korea. Beim Vorbeigehen wurde ich durch den überreichen Blumenschmuck auf diesen Tempel aufmerksam. Die Nachmittagssonne brachte die Blumen zum leuchten, aus dem Tempel waren Holztrommeln und Stimmen zu hören. Hier ließ ich mich für eine Weile nieder und genoß diese wunderbare friedvolle Stimmung.

Meine Reise ging dem Ende zu und ich wechselte für drei Tage in ein Hotel nahe dem Flughafen. Dort auf der Flughafeninsel gab es Hotels mit viel Komfort zu günstigen Preisen. Gleich neben meinem Hotel gab es das Paradies City Hotel & Resort, ein neues, riesiges 5-Sterne-Hotel mit Einkaufszentrum, Badepardies, Spielplätzen, Museum, Casinos, Theatersälen und unzähligen Restaurants. Dieses Hotel wurde wahrscheinlich für die betuchte, chinesische Kundschaft geplant und gebaut, aber wegen den Corona-Nachwirkungen sind dort nur sehr wenige Gäste zu sehen. Ich habe die Paradies-Plaza mit den vielen Restaurants besucht und habe die leckere italienische Küche genossen. 

Diese künstliche Insel ist vor 25 Jahren aus mehreren kleinen Inseln mit Abdeichungen und Aufschüttungen entstanden. Der große und oft mit ersten Plätzen prämierte Flughafen ist wirklich einmalig schön, gut geplant und sehr Fluggast freundlich. Da könnten sich sehr viele andere Flughäfen einiges abschauen. 

Doch es gibt nicht nur den Flughafen und die notwendigen Firmen, es gibt an der Westseite der Insel sehr schöne Badebuchten und weite Sandstrände, die im Sommer auch gut genutzt werden. Bei einer kleine Rundtour habe ich den Strand, einen Küstenweg und nochmals die Koreanische Küche kennen gelernt. 

Ja, das war meine Koreareise 2023. Ich habe viel gesehen, mich wieder an frühere Koreareisen erinnert. Es war eine sehr schöne Reise mit einigen Überraschungen, mit vielen netten und freundlichen Menschen die mir geholfen haben, den richtigen Weg zu finden. 

Es hat sich in Korea (auch wegen Corona) einiges geändert, die wirtschaftliche Situation ist nicht gut, das Land und die Städte müssen sparen und manchmal sieht man das auch. Frisches Obst und Gemüse wie Salat und Tomaten sind teuer, deshalb bekommt man dieses in Restaurants eher selten. Die koreanische Küche ist sehr fetthaltig und roher Fisch ist auch nichts für alle Tage. Aber das sind meine persönlichen Eindrücke.

 

Am letzten Tag wurde ich zum Flughafen gebracht, Einchecken, Paß- und Handgepäckkontrolle, dann noch einen Kaffee und schon war ich im Flugzeug nach Abu Dhabi, 3 Stunden Pause, dann weiter nach Frankfurt. Der Platz neben mir war frei und ein kurzes Schläfchen war möglich. Mit dem ICE war ich dann schnell in Stuttgart. 

                 

       Bis bald  -  Ecki  


Kommentar schreiben

Kommentare: 0