...2017-07 Weltkulturerbe...


 

Sechs Höhlen in Baden-Württemberg sind in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden. Die Dichte der Funde, die Bedeutung des Ensembles für die Geschichte der Künste sowie der Beitrag der Stätte zur Erforschung des Jungpaläolithikums sei weltweit einzigartig, erläuterte das Komitee seine Entscheidung. Die Höhlen sind Fundorte der ältesten Kunstobjekte der Welt.

Als sich die ersten modernen Menschen vor mehr als 40.000 Jahren aus Afrika über den Nahen Osten entlang der Donau bis nach Europa ausbreiteten, hinterließen sie auf der Schwäbischen Alb, etwa 20 Kilometer westlich von Ulm, die derzeit ältesten Zeugnisse figürlicher Kunst. Ein Forschungsteam um den Tübinger Archäologen Nicholas Conard fand in den Höhlen Anfang der 2000er Jahre Gegenstände aus dem Leben der Eiszeitmenschen: aus Mammutelfenbein geschnitzte Kunstwerke wie etwa einen Pferdekopf, Flöten aus Röhrenknochen, eine menschenähnliche Gestalt mit Löwenkopf und vor allem auch eine fingergroße Frauenstatuette, die nach ihrem Fundort benannte Venus vom Hohlefels. 

 

 

 

 

 

Laut Unesco zeugen die Höhlen von einer der frühesten figurativen Kunst weltweit und liefern wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der Kunst. Als jüngste deutsche Welterbestätte erlauben uns die Höhlen und die Eiszeitkunst im schwäbischen Jura den ältesten Spuren zu folgen, die der Mensch bei seiner Besiedlung Europas hinterließ." 

Die wichtigsten Funde können in Museen in Ulm, Tübingen und Blaubeuren besichtigt werden.

 

 

 

 

Bis bald  - Ecki

 


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Kommentare: 14
  • #1

    M Schumacher-Woodburn (Montag, 10 Juli 2017 14:25)

    Lieber Ecki,
    ich war mal in Cheddar in England.
    Da gab es auch solche Höhlen.
    Cheddar ist ein berühmter englischer Käse. In den Höhlen, in denen er gelagert wird, wurden urzeitlich Befunde gemacht.

    Gegenüber von den Höhlen kann man ein naturkundliches Museum besuchen und einiges über das Leben unserer Vorfahren erfahren.

    Danach kann man eine Klippenwanderung machen und die Aussicht genießen.

    Liebe Grüße

    Maria

  • #2

    M Schumacher-Woodburn (Montag, 10 Juli 2017 14:28)

    Lieber Ecki,

    hier ist der Link.

    http://www.cheddargorge.co.uk

    Alles Liebe Maria

  • #3

    piri37 (Montag, 10 Juli 2017 15:18)

    Liebe Ecki,
    ein sehr interessanter Bericht, die Höhlen liefern nicht nur wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung von Kunst, sondern auch über die Entwicklung des Menschen, vor allem im Bereich der Höhlen in Baden-Württemberg.
    Wünsche dir eine schöne Woche.
    Liebe Grüße Piri

  • #4

    Astrid (Montag, 10 Juli 2017 16:17)

    Lieber Ecki,
    dein Bericht ist wie immer sehr gut, ich wusste es schon lange die Kunst ist im Schwäbischen entstanden. ;)
    Ich kenne einige Höhlen auf der Alb und die Umgebung ist einfach schön.

    Liebe Grüße
    Astrid

  • #5

    struppi-2009 (Montag, 10 Juli 2017 16:54)

    lieber Ecki,
    ich wusste gar nicht daß Sechs Höhlen in Baden-Württemberg in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden sind. Dein Bericht ist interessant. Mir ist Blaubeuren bekannt.

    LG Traudl

  • #6

    Ecki (Montag, 10 Juli 2017 16:58)

    Hallo Maria,

    Vielen Dank für deinen Tipp zu den Cheddar-Höhlen.
    Käse und Eiszeit-Menschen sind ja eine tolle Kombination.
    Ich werde mich doch mal an eine GB-Reise-Planung machen müssen.

    Ich kenn nur etwas von London, aber England,
    Wales und Schottland sind mir echt fremd.
    Das muß sich ändern!
    Der Südwesten von GB (und nicht nur der...) ist sicher sehr sehenswert
    und so schwül-heisses Wetter wie es derzeit bei uns vorherrscht,
    gibt es dort auch nicht. ;-))
    Lassen die mich als EU-Bürger überhaupt einreisen???

    Viele liebe Grüße!
    Ecki



  • #7

    Ecki (Montag, 10 Juli 2017 17:18)

    Hallo Piri,

    Das hast du natürlich recht, auch die damaligen Lebensweise, die Werkzeuge
    und die Lagerplätze sind von den damaligen Jägern-und Sammlern sehr interessant.
    In einem kleinen Museum in Blaubeuren ( www.urmu.de ) kann man sich ausgiebig darüber informieren. Das sich die Menschen damals auch schon künstlerisch beschäftigt haben,
    ist schon bemerkenswert.

    Viele liebe Grüße!
    Ecki


  • #8

    Ecki (Montag, 10 Juli 2017 17:31)

    Hallo Astrid,

    Ob die Kunst in Schwaben entstanden ist, da habe ich meine Zweifel. ;-))
    Es gibt in Frankreich auch sehr schöne Höhlen (Chauvethöhle, Lascauxhöhle),
    die durch ihre einzigartigen Bemalungen bekannt sind.

    Mich freut es sehr, daß die jahrelangen Arbeiten und Bemühungen des
    archäologischen Teams von Prof. Conard nun durch diese Aufnahme
    als Weltkulturerbe belohnt werden.

    Aber die Alb ist ein herrliches Gebiet, das ich immer wieder gern besuche,
    nicht nur wegen der Höhlen.

    Viele liebe Grüße!
    Ecki

  • #9

    Ecki (Montag, 10 Juli 2017 17:39)

    Hallo Traudl,

    Da kann ich dir einen Besuch in Blaubeuren sehr empfehlen,
    dort gibt es ein kleine Museum (www.urmu.de ),
    das neben den Alltagsleben der damaligen Bewohner
    auch deren Kunstschätze zeigt. Der sehenswerte Blautopf
    und daneben ein schönes Cafe mit Kuchen und "EIS-BECHERN"
    versüßen den Besuch.

    Viele liebe Grüße!
    Ecki

  • #10

    M Schumacher-Woodburn (Montag, 10 Juli 2017 18:49)

    Lieber Ecki,
    die Cheddarhöhlen sind in Sommerset. Das gehört noch zu England.
    Bis 2019 kannst Du auch noch ohne Probleme ein- und ausreisen.
    Vielleicht wirst Du auf lange Sicht ein Visum brauchen.

    Alles Liebe

    Maria

  • #11

    Lilo Albert (Montag, 10 Juli 2017 23:33)

    Hallo Ecki,

    das ist wieder ein sehr interessanter Bericht von Dir! DANKE!

    Gestern war ich gerade auf der Seite eines Blogfreundes. Er hatte als *Höhlenforscher* viele Höhlen besucht und wunderschöne Fotos gemacht. In Höhlen einzusteigen ist ein schönes, wenngleich nicht ganz ungefährliches Hobby!

    Liebe Grüße,
    Lilo

  • #12

    struppi-2009 (Montag, 10 Juli 2017 23:57)

    Höhlenforscher wäre nichts für mich.
    Demnächst besuche ich nach langer Zeit wiedermal das Salzbergwerk in Berchtesgaden.
    Bin gespannt wie es mir bekommt. In jungen Jahren war es für mich ein Erlebnis.
    Ist zwar keine Höhle in dem Sinn, aber es geht mit der Bahn tief in den Berg hinein.
    LG Traudl

  • #13

    Ecki (Dienstag, 11 Juli 2017 08:57)

    Hallo Lilo,

    Ich glaube für einen Höhlenforscher würde ich mich nicht eignen. In diesen dunklen, nassen und teilweise sehr engen Höhlen würde ich Platzangst bekommen. Von der notwendigen Kondition bin ich sicher auch weit entfernt.
    Das ist mir dann die Archäologie viel lieber, das Suchen nach alten Lebensformen und Zeugnissen vergangener Zeiten finde ich sehr interessant und spannend.

    Viele liebe Grüße!
    Ecki



  • #14

    Lilo Albert (Dienstag, 11 Juli 2017 18:40)

    Ecki,

    Höhlen zu erforschen wäre, auch als ich es körperlich noch gepackt hätte, keine Option für mich gewesen. Aber mich haben die Bilder und Berichte einfach fasziniert.

    Deine Bilder und Berichte finde ich ebenfalls so toll, genauer gesagt auch aufregend. Nach der langen Zeit so viele Funde aus der Vergangenheit zu sichern. Kann ich mir gut vorstellen, dass das auch für Dich äußerst interessant ist.
    Gut das es Museen gibt, wo man einen kleinen Einblick in das Leben unserer Vorfahren erhalten kann.

    Viele Grüße,
    Lilo