...des Kaisers neue Kleider...


Des Kaisers neue Kleider

oder eine ganz subtile Gesellschaftskritik

 

Der dänische Nationaldichter Hans-Christian Andersen veröffentlichte 1837 die Kurzgeschichte „Des Kaisers neue Kleider“. Darin geht es um Sein und Schein von Herrschaft sowie um die Erkenntnis, dass der imponierendste Herrscher oftmals ein Vollidiot ist. 

 

 

Die Erzählung wird gelegentlich als Beispiel angeführt, um Leichtgläubigkeit und die unkritische Akzeptanz angeblicher Autoritäten und Experten zu kritisieren, vergleichbar mit "Kleider machen Leute" und dem "Hauptmann von Köpenick".

Aus Furcht um seine Stellung und seinen Ruf spricht wider besseres Wissen niemand, nicht einmal der treueste Minister des Kaisers, die offensichtliche Wahrheit aus. Vor die Entscheidung „Ansehen und Wohlstand oder Wahrheit“ gestellt, entscheidet man sich letzten Endes gegen die Wahrheit und für die materiellen und gesellschaftlichen Vorteile.

 

..."Niemand würde zugeben, daß sie die Kleidung des Kaisers nicht sehen konnten, weil niemand für einen Einfaltspinsel oder untauglich für seinen Job gehalten werden möchte"...

Und doch gibt es auch viele, die den "Kaiser" so sehen wie er ist, nackt, arrogant und zynisch.

Mein Respekt gilt Mr. James Robart, Bundesrichter in Seattle, der das unsinnige Einreiseverbot für ungültig erklärt hat.

 

Bis bald  -  Ecki   


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Kommentare: 7
  • #1

    Lilo Albert (Sonntag, 05 Februar 2017 12:21)

    Hallo Ecki,

    ein sehr schöner und auch so treffender Vergleich!

    Mein Respekt hat Mr. James Robert ebenfalls. An seinem Urteil sieht man doch das auch ein Einzelner etwas ausrichten kann.

    Schade nur, dass zu wenige Menschen den Mut zur Wahrheit haben, und zu ihrer eigenen Meinung stehen.

    Lieben Gruß zum Sonntag,
    Lilo

  • #2

    Sandra (Sonntag, 05 Februar 2017 13:59)

    Ja, ich denke, viele Menschen sind froh zu sehen, dass es in den USA eine Kontrollinstanz gibt, die funktioniert. Der neue Präsident ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig und man hofft, dass die nächsten 4 Jahre glimpflich ablaufen!

  • #3

    piri37 (Sonntag, 05 Februar 2017 16:21)

    Der neue Präsident kommt mir vor, wie ein ungezogenes Kind, der unbedingt seine Meinung und seinen Willen durchsetzen will und tappt dabei von einer Falle in die nächste. Dadurch macht er sich oft zum Gespött der Medien.

    Einen lieben Sonntagsgruß schickt dir Piri

  • #4

    Ecki (Sonntag, 05 Februar 2017 17:03)

    Hallo Lilo,
    Hallo Sandra,
    Hallo Piri,

    Vielen Dank für eure Kommentare.
    Ich mußte mich beim Schreiben des Blogs sehr zurückhalten,
    um nicht beleidigend zu werden.
    Aber ich finde diesen Trump sehr gefährlich,
    da er offensichtlich die Macht hat, seine Dummheiten durchzusetzen.
    Heute im Presseclub sah ich eine Diskussion über "2 Wochen Trump".
    die mein Befürchtungen noch bestätigen. Leider.

    Viele liebe Grüße!
    Ecki

  • #5

    Astrid Bergmann (Sonntag, 05 Februar 2017 22:30)

    Hallo Ecki,

    für mich hat Trump was sehr gefährliches an sich, sogar teuflisches, hoffentlich können ihn die Gerichte auch in anderen Fällen stoppen wenn nötig sein sollte.

    Liebe Grüße
    Astrid

  • #6

    Ecki (Dienstag, 07 Februar 2017 13:31)

    Hallo Astrid,

    Ich hoffe sehr, daß es in USA genügend vernünftige Leute gibt,
    die auch die Macht/Gesetze/ Kraft/Ausdauer haben,
    ihn in die Schranken zu weisen.
    Viele liebe Grüße!
    Ecki


  • #7

    Uschi (Donnerstag, 09 Februar 2017 10:31)

    Ganz deiner Meinung Ecki
    und auch ich verziehe mich lieber ganz schnell wieder,
    sonst könnte ich etwas schreiben, was nicht jeder hören will.

    Liebe Grüsse,
    Uschi